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Wer macht eigentlich Fugen?

Wer macht eigentlich Fugen?

Fugen sind im Bauwesen unsichtbare Helden. Sie dichten ab, gleichen Bewegungen aus, verhindern das Eindringen von Wasser und schützen Bauteile vor Rissen und Schimmel. Ob in Bädern, an Fenstern, auf Balkonen, an Fassaden oder in Industriehallen – fast jedes Bauwerk braucht sie. Doch eine Frage taucht bei Bauherren, Renovierern und sogar Handwerkern immer wieder auf: Wer ist eigentlich für die Fugen zuständig?
Warum stellt sich diese Frage überhaupt?Fugen liegen genau an den Schnittstellen mehrerer Gewerke. Der Fliesenleger macht Fugen zwischen Fliesen, der Maler oft Acrylfugen an Wandanschlüssen, der Trockenbauer Fugen an Rigipsplatten, der Fensterbauer Silikonfugen am Blendrahmen und der Maurer oder Betonbauer manchmal sogar Dehnungsfugen im Rohbau. Weil die Grenzen fließend sind, schiebt jedes Gewerk die Verantwortung gerne zum nächsten – und am Ende fragt sich der Bauherr: „Wer macht das jetzt eigentlich richtig?“
Das Problem: Viele Handwerker sehen Fugen als Nebenarbeit an. Sie gehören nicht zum eigentlichen Kerngeschäft und werden deshalb oft schnell „mitgemacht“, statt systematisch geplant und ausgeführt zu werden.
Warum machen viele Gewerke Fugen so ungern – und oft falsch?Fliesenleger konzentrieren sich in erster Linie darauf, Platten sauber zu verlegen und zu schneiden. Fugen sind für sie meist der letzte Arbeitsschritt – und genau dann ist die Motivation oft schon gering. Ähnlich beim Maler: Nach dem Streichen sollen schnell die Anschlussfugen gemacht werden, oft mit Acryl statt mit dauerelastischem Material. Beide Gewerke haben in der Regel keine tiefe Ausbildung im Bereich moderner Fugentechnik.Typische Fehler, die immer wieder vorkommen:
  • Falsches Material
  • Zu dünn oder zu breit ausgeführte Fugen
  • Keine Hinterfüllschnur → Fuge reißt später ein
  • Falsches Mischungsverhältnis bei zementären Fugen
  • Keine Berücksichtigung von Bewegungen (Dehnungsfugen werden zugemauert oder zugespachtelt)
  • Schlechte Haftung durch mangelnde Untergrundvorbereitung
  • Optisch unsaubere Ausführung (Fugenmasse auf die Fliese geschmiert statt sauber abgezogen)
Das Ergebnis sind Risse, Schimmelbildung, ablösende Silikonfugen, eindringendes Wasser und im schlimmsten Fall teure Folgeschäden: aufgequollene Estriche, schimmelige Wände, defekte Abdichtungen oder sogar undichte Balkone.
Warum eine spezialisierte Fugenfirma meist die bessere Wahl istWer sich wirklich nur mit Fugen beschäftigt, kennt das gesamte Spektrum:
  • Sanitär-Silikonfugen (schimmelhemmend, dauerelastisch)
  • Hochbausilikon (wetterbeständig, UV-beständig)
  • Polyurethanfugen (sehr hohe Bewegungsausgleichung)
  • Hybridfugen (lösemittelfrei, geruchsarm)
  • Zementäre Fugmassen (fugenbreit, farbgenau)
  • Brandschutzfugen, Schallschutzfugen, Dehnungsfugen im Betonbau
Eine spezialisierte Firma plant die Fugen schon vor Baubeginn mit, wählt das richtige Material für die jeweilige Belastung und Bewegung, achtet auf das korrekte Höhen-Breiten-Verhältnis und führt die Arbeiten normgerecht aus. Dadurch sinkt das Risiko von Mängeln massiv.Kurz gesagt: Wer Fugen als Nebenjob sieht, macht sie oft falsch. Wer Fugen als Hauptaufgabe hat, macht sie meist richtig – und spart dem Bauherrn später vier- bis fünfstellige Sanierungskosten. Wenn es um langlebige, dichte und optisch einwandfreie Fugen geht, lohnt es sich in den meisten Fällen, einen echten Fugenspezialisten zu beauftragen. Das ist keine Luxusausgabe – es ist vorbeugende Instandhaltung.

Sind Silikonfugen wirklich Wartungsfugen?


Ja. Silikonfugen gelten als Wartungsfugen, weil sie durch Feuchtigkeit, Temperaturwechsel und mechanische Belastung altern. Sie verlieren mit der Zeit ihre Elastizität und müssen regelmäßig kontrolliert und in der Regel alle 3 bis 5 Jahre erneuert werden.

Welche Folgen hat es, wenn Silikonfugen nicht erneuert werden?


Vernachlässigte Silikonfugen können undicht werden, was zu Wasserschäden, Schimmelbildung und teuren Sanierungen führt. Zudem leidet die Optik des Badezimmers und der Wert der Immobilie kann sinken.

Warum sind Dehnungsfugen für Gebäude unverzichtbar?


Dehnungsfugen nehmen Bewegungen von Baustoffen auf, die durch Temperaturunterschiede oder Setzungen entstehen. Ohne diese Fugen würden Spannungen im Bauwerk Risse in Wänden, Putz oder Decken verursachen.

Was passiert, wenn Dehnungsfugen fehlen oder falsch ausgeführt sind?


Fehlende oder schlecht ausgeführte Dehnungsfugen führen häufig zu typischen Rissbildern, eindringender Feuchtigkeit und langfristigen Bauschäden. Besonders im Außenbereich kann dies zu Schimmel, Frostschäden und hohen Reparaturkosten führen.

Warum spielen Fugenarbeiten in öffentlichen Ausschreibungen eine so große Rolle?


Fugenarbeiten sind entscheidend für Dichtheit, Brandschutz, Schallschutz und Langlebigkeit eines Bauwerks. Fehlerhafte Ausführung kann zu Mängeln bei der Abnahme, Nachbesserungen oder späteren Regressansprüchen führen.

Warum beauftragen Generalunternehmer spezialisierte Fugenfirmen?


Große Bauprojekte erfordern hohe Laufmeter, normkonforme Ausführung und präzise Dokumentation. Spezialisierte Fugenbetriebe verfügen über das notwendige Know-how, die Kapazitäten und die Erfahrung, um diese Anforderungen termingerecht und VOB-konform zu erfüllen.

Zahlt die Wohngebäudeversicherung bei Wasserschäden durch Silikonfugen?


In der Regel nein. Laut aktueller Rechtsprechung gelten Silikonfugen als Wartungsfugen und nicht als versicherte Bauteile. Schäden durch undichte Fugen werden daher meist als mangelnde Instandhaltung gewertet.

Wie können Eigentümer teure Wasserschäden durch Fugen vermeiden?



Durch regelmäßige Kontrolle und rechtzeitige Erneuerung der Silikonfugen. Eine Wartung alle 3 bis 5 Jahre reduziert das Risiko von Wasserschäden erheblich und schützt Eigentümer vor hohen Reparaturkosten.


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